Soziales
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein föderaler Staat mit einer
sozialen Marktwirtschaft (Sitz des Bundesrates in Berlin).
In Deutschland ist die rechtliche
Gleichstellung der Geschlechter verwirklicht. Ein
Antidiskriminierunggesetz soll daneben Diskriminierungen aufgrund der
Rasse, der
ethnischen Herkunft, der
Religion oder
Weltanschauung, einer
Behinderung, des
Alters oder der
sexuellen Identität (etwa
Homosexualität) verhindern. Auf dem
Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) nahm Deutschland 2011 Rang 14 ein, was einem sehr niedrigen Stand der Korruption entspricht.
Deutschland bietet seinen Bewohnern vergleichsweise umfangreiche
rechtliche Ansprüche auf soziale Absicherung. Für Arbeitnehmer besteht
eine Pflichtmitgliedschaft in der
Sozialversicherung, die aus fünf sogenannten Säulen besteht:
Krankenversicherung,
Unfallversicherung,
Rentenversicherung,
Arbeitslosenversicherung und
Pflegeversicherung.
Diese soziale Grundsicherung wird grundsätzlich durch Beiträge der
Versicherten finanziert, die Defizite allerdings durch Steuergelder
ausgeglichen.
In Deutschland lebten 2003 etwa 15 Prozent der Kinder bis 15 Jahre
und mehr als 19 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren in
relativer Armut,
wobei die relative Armut von Kindern in Deutschland nach UN-Angaben
stärker wächst als in den meisten anderen Industrieländern. Die Zahl der
funktionalen Analphabeten liegt in Deutschland noch immer, je nach
Abgrenzungsmethode, zwischen etwa sechseinhalb und mehr als elf Prozent
der erwachsenen Bevölkerung. Die Lebenserwartung in Deutschland beträgt
im Durchschnitt 77,4 Jahre für Jungen und für neugeborene Mädchen 82,6
Jahre.
Die
Geschichte der Sozialversicherung
beginnt im Kaiserreich. Spätere Regierungen haben sie nach und nach
erweitert und um zusätzliche soziale Transferleistungen ergänzt, wodurch
heute ein großer Teil des
Staatshaushaltes für Soziales verwendet wird.
Das deutsche Gesundheitswesen gehört zu den höchst entwickelten der Welt, was sich in der international sehr niedrigen Rate der
Kindersterblichkeit, der hohen durchschnittlichen
Lebenserwartung
sowie dem hohen Prozentsatz erfolgreicher Operationen zeigt. Die
durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland lag 2007/09 bei 77,4
Jahren für Männer und bei 82,6 für Frauen.
[127] Die Kindersterblichkeit beträgt etwa 5 von 1000 Geburten.
[128]
Deutschland verfügt über ein umlagenfinanziertes Rentensystem. Dies
bedeutet, dass die jeweils arbeitende Bevölkerung durch ihre Beiträge
die Zahlungen an die Rentner finanziert. Die derzeit niedrige
Geburtenrate sowie die hohe Arbeitslosigkeit stellen ein Problem für
dieses Rentensystem dar.
Durch die
Sozialhilfe bzw. durch das
Arbeitslosengeld II ist die finanzielle Grundabsicherung sichergestellt.
Neben den vom Staat organisierten
Transferleistungen der Bürger untereinander gibt es noch innerstaatliche Transferleistungen. Durch den
Länderfinanzausgleich sind Bundesländer mit hohem
Steueraufkommen
dazu verpflichtet, einen Teil ihrer Einnahmen an schlechter gestellte
Länder abzugeben, damit die Lebensverhältnisse in Deutschland nicht zu
weit auseinander gehen. Durch den auf die Einkommenssteuer erhobenen
Solidaritätszuschlag sollen die den neuen Bundesländern entstandenen teilungsbedingten Lasten gemildert werden.
Gesundheit
Das
Gesundheitssystem umfasst die Leistungserbringer, also
Ärzte,
Apotheker,
Pflegepersonal usw., den Staat (
Bund, Länder,
Landkreise und Gemeinden), die
Krankenversicherungen, die Unfall-, Pflege- und Rentenversicherung, die
Kassenärztlichen Vereinigungen,
die Arbeitgeber und Arbeitnehmer und ihre Verbände, weitere im
Gesundheitswesen tätige Interessenverbände und nicht zuletzt die
Patienten, z. T. vertreten durch Patientenverbände und
Selbsthilfeorganisationen.
Abgesehen von staatlichen
Krankenhäusern
werden die Versorgungsleistungen weitgehend privat erbracht. Außerhalb
der Krankenhäuser dominieren freie Berufe, wie niedergelassene Ärzte und
Apotheker, und private Unternehmen, beispielsweise die pharmazeutische
und die medizintechnische Industrie. Krankenhäuser werden häufig noch in
gemeinnütziger Trägerschaft geführt, zunehmend jedoch privatisiert. Der
Staat beteiligt sich als Leistungserbringer nur nachrangig in Form von
Gesundheitsämtern, kommunalen Krankenhäusern oder Hochschulkliniken.
Der größte Teil der deutschen Bevölkerung ist in der
Gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV) versichert, deren Beiträge sich hauptsächlich an der Höhe des
Einkommens des Versicherten orientieren. Familienmitglieder sind unter
bestimmten Bedingungen beitragsfrei mitversichert. Der Leistungsanspruch
ist unabhängig von der Höhe der gezahlten Beiträge. Etwa 10,5 Prozent
der Bevölkerung sind
privat krankenversichert.
[129]
Bildung
Das
Bildungswesen liegt in der Verantwortung der Länder, wird jedoch durch bundesweite Konferenzen der
Kultusminister koordiniert. Je nach Bundesland besteht eine neun- bis dreizehnjährige
Schulpflicht. Der Besuch der
allgemeinbildenden Schulen dauert mindestens neun Jahre. Danach können
weiterführende Schulen bzw.
berufsbildende Schulen besucht werden. Die meisten deutschen Bundesländer haben ein
gegliedertes Schulsystem mit
Hauptschule,
Realschule und
Gymnasium. Die
Hochschulreife wird – je nach Bundesland – nach zwölf oder dreizehn Schuljahren erworben.
Praktisch alle jungen Erwachsenen besuchen nach der Schule eine weiterführende Bildungseinrichtung.
Auszubildende in Betrieben besuchen in der Regel an ein oder zwei Tagen in der Woche die
Berufsschule.
Studierende können zwischen
universitären und anwendungsorientierten
Hochschulen (
Fachhochschulen) wählen.
Auch die berufliche Weiterbildung spielt eine große Rolle. Für Arbeitslose stellt die
Bundesagentur für Arbeit
Weiterbildungsgutscheine bereit. Vor ihrer beruflichen Ausbildung
können Jugendliche außerdem sogenannte Freiwilligendienste, wie ein
Freiwilliges Soziales Jahr oder ein
Freiwilliges Ökologisches Jahr, absolvieren.
Die
OECD kritisiert die deutsche
Bildungspolitik, da insbesondere die Schulerfolge von Kindern mit Migrationshintergrund unter dem Durchschnitt liegen (
PISA-Studien). Entgegen den Reformbemühungen der letzten Jahrzehnte ist es weiterhin statistisch signifikant unwahrscheinlicher, dass
Arbeiterkinder das
Abitur (Allgemeine Hochschulreife) oder einen
Hochschulabschluss erreichen, als Kinder aus den
Mittel- oder
Oberschichten.
Die Ausgaben für Bildung (4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) liegen
im OECD-Vergleich unter dem Durchschnitt. Die schulische Förderung im
Grundschulalter gilt als verbesserungswürdig, insbesondere was
Betreuungsmöglichkeiten und gezielte Förderung schwächerer Schüler
angeht.
Wissenschaft
In Deutschland sind
Universitäten,
Technische Universitäten und Fachhochschulen Einrichtungen der Forschung und wissenschaftlichen Lehre. Die (Technischen) Universitäten sind zu
Promotions- und
Habilitationsverfahren
berechtigt. Beide Verfahren sollen Bildung nachweisen und
wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten. Mit der Einführung
internationaler Abschlussbezeichnungen im Zuge des
Bologna-Prozess wird die bisherige Trennung in den Bezeichnungen im
tertiären, akademischen Bildungsbereich
zwischen Fachhochschulen und Universitäten aufgeweicht. Einzelne
Hochschuleinrichtungen bilden überhaupt nicht im tertiären
Bildungsbereich aus, sondern sind zur postgradualen Bildung oder
ausschließlich zur Promotion und Habilitation eingerichtet. Die
überwiegende Mehrheit der deutschen Hochschulen sind in öffentlicher
Trägerschaft, werden aber in ihrer Forschung über Drittmittel finanziert
(
Deutsche Forschungsgemeinschaft,
Stiftungen, Unternehmen und andere).
Neben den Universitäten gibt es eine größere Anzahl von
Forschungsorganisationen, die deutschlandweit und darüber hinaus tätig
sind. Dabei wurde in Deutschland ein System der Arbeitsteilung zwischen
der außeruniversitären Forschung und den Universitäten aber auch
zwischen den Organisationen geschaffen. Die
Max-Planck-Gesellschaft verpflichtet sich der
Grundlagenforschung. Sie führt 78 Institute in Deutschland und besitzt ein Jahresbudget von 1,3 Milliarden Euro. Die
Helmholtz-Gemeinschaft
ist die größte wissenschaftliche Gesellschaft in Deutschland und
betreibt 15 sogenannte Großforschungszentren, die fächerübergreifend an
wissenschaftlichen Komplexen arbeiten. Die
Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte Organisation der
angewandten Forschung.
Sie greift in ihren 56 Instituten Ergebnisse der Grundlagenforschung
auf und versucht sie wirtschaftlich zu erschließen. Sie stellt der
Wirtschaft die Dienstleistung der Auftragsforschung bereit. Weltweite
Bekanntheit erlangte sie durch die Entwicklung des
MP3-Audioformats. Sie gehört zu den wichtigsten
Patentanmeldern und -besitzern in Deutschland. Die
Leibniz-Gemeinschaft
ist ein Verbund eigenständiger Forschungseinrichtungen, die sowohl in
der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung arbeiten.
Aus Deutschland stammen zahlreiche Forscher aus allen Bereichen der
modernen Wissenschaften. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Deutschland
die weltweit führende wissenschaftliche Nation. Nach 1945 hatte
Deutschland diesen Status durch Emigration und
Patentraub eingebüßt; die Folgen sind in einigen Bereichen weitreichend gewesen.
Albert Einstein und
Max Planck begründeten mit ihren Theorien wichtige Säulen der
theoretischen Physik, auf denen beispielsweise
Werner Heisenberg und
Max Born weiter aufbauen konnten.
Wilhelm Conrad Röntgen, der erste Physik-Nobelpreisträger, entdeckte und untersuchte die nach ihm benannte
Röntgenstrahlung, die noch heute eine wichtige Rolle unter anderem in der medizinischen Diagnostik und der Werkstoffprüfung spielt.
Heinrich Hertz schrieb bedeutende Arbeiten zur elektromagnetischen Strahlung, die für die heutige
Telekommunikationstechnik maßgeblich sind. Die Entwicklungen von
Nikolaus Otto,
Rudolf Diesel,
Gottlieb Daimler und
Carl Benz haben das Verkehrswesen revolutioniert, die nach Ihren Erfindern benannten
Bunsenbrenner und
Zeppeline sind weltweit ein Begriff.
Die chemische Forschung wurde unter anderem von
Otto Hahn und
Justus von Liebig mit geprägt. Mit ihren erfolgreichen Erfindungen sind Namen wie
Johannes Gutenberg,
Werner von Siemens,
Wernher von Braun,
Konrad Zuse und
Philipp Reis
Bestandteile der technologischen Allgemeinbildung. Auch viele
bedeutende Mathematiker wurden in Deutschland geboren, so zum Beispiel
Adam Ries,
Friedrich Bessel,
Richard Dedekind,
Carl Friedrich Gauß,
David Hilbert,
Emmy Noether,
Bernhard Riemann,
Karl Weierstraß und
Johannes Müller (Regiomontanus). Weitere wichtige deutsche Forscher und Wissenschaftler sind
Christiane Nüsslein-Volhard,
Gottfried Wilhelm Leibniz,
Alexander von Humboldt,
Max Müller,
Theodor Mommsen,
Robert Koch und
Max Weber.
Medien
Radio
und Fernsehen sind auch von deutschen Erfindern geprägt worden. Die
Versorgung der Bevölkerung mit Sendungen zu allen Themen erfolgte bisher
über analog verbreitetes
terrestrisches Fernsehen (UHF/VHF), regionale
Kabelunternehmen (meist analog) und per
Satellit. Seit 2003 erfolgt die Versorgung mit terrestrischem Fernsehen in Ballungsgebieten digital, das heißt über den
DVB-T-Standard. Eine komplette Digitalisierung des Fernsehens und des
Hörfunks
ist geplant. Einige Anbieter bieten ihr Programm inzwischen auch über
das Internet an, also im Rahmen von (oft kostenpflichtigem)
IPTV bzw. als
Internetradio-Angebote.
Deutschland hat ein vom Gesetzgeber gewolltes
duales Rundfunksystem, das heißt neben dem gebührenfinanzierten
öffentlich-rechtlichen Rundfunk existieren zahlreiche private Rundfunkanbieter, deren Programme meist werbefinanziert sind.
Beim
Fernsehen in Deutschland gibt es neben dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, dem unter anderem die Sender der
ARD und des
ZDF angehören, auch
privatrechtliche Fernsehanbieter. Zu ihnen gehören unter anderem die
ProSiebenSat.1 Media AG, die
RTL Group,
MTV Networks Deutschland,
NBC Universal Deutschland, die
Tele München Gruppe sowie regionale Anbieter. Neben frei empfangbaren Fernsehsendern existieren außerdem digitale
Bezahlfernsehangebote von
Kabelnetzbetreibern sowie der Bezahlfernsehsender
Sky.
Die Hörfunklandschaft Deutschlands ist stark von Regionalsendern
geprägt, die meist nur in einem oder einigen aneinander grenzenden
Bundesländern senden. Diese Radioprogramme sind oft öffentlich-rechtlich
dominiert und werden von den jeweiligen
Landesrundfunkanstalten, wie dem
Westdeutschen Rundfunk (WDR) oder dem
Bayerischen Rundfunk (BR), aber auch von
privaten Radioanbietern ausgestrahlt.
Die überregionale
Presselandschaft des Landes ist sehr vielfältig, zu den meistgelesenen Tageszeitungen gehören die
Bild, die
Westdeutsche Allgemeine Zeitung,
Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie die
Süddeutsche Zeitung. Wöchentlich erscheinende Nachrichtenmagazine sind unter anderem „
Der Spiegel“, der „
Focus“ und die Zeitschrift „
Stern“.
Charakteristisch für das regionale und lokale Presseangebot ist jedoch
der sogenannte Ein-Zeitungs-Kreis, d. h. in den meisten Regionen gibt es
nur eine Lokalzeitung und damit ein Monopol.
[130]
Ende 2008 verfügten 75 Prozent der Bevölkerung über einen
Internetanschluss; etwa 27,5 Prozent konnten auf einen
Breitbandanschluss zurückgreifen.
[131] Der Nutzung von
Social Media kommt eine immer bedeutendere Rolle zu. Die Bruttoreichweite der
Social Networks betrug per Januar 2011 47,9 Millionen Personen.
[132]
Sport
Sport hat eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. 2009/10 waren etwa
27,6 Millionen Deutsche in 91.000 Turn- und Sportvereinen organisiert.
[133] Die überwiegende Anzahl der Sportvereine sind im
Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammengefasst.
Die beliebteste Sportart in Deutschland ist
Fußball. Über 6,7 Millionen Mitglieder und fast 172.000 Mannschaften (Stand: 2011) sind im
Deutschen Fußball-Bund organisiert,
[134] der die
Fußball-Weltmeisterschaften 1974 und
2006 ausrichtete und weltweit einer der größten und erfolgreichsten Sportfachverbände ist. Die
Deutsche Fußballnationalmannschaft wurde 1954, 1974 und 1990
Fußballweltmeister.
Deutschland ist bisher das einzige Land, das im Fußball sowohl bei den
Frauen als auch den Männern Europa- und Weltmeister werden konnte. Das
größte Stadion ist der
Signal Iduna Park (80.720 Plätze), in dem
Borussia Dortmund seine Heimspiele austrägt.
Deutschland war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele im Jahr
1936 und 1972. Die Olympischen Winterspiele wurden im Jahr 1936
ausgetragen. Deutschland nimmt den dritten Platz im
ewigen Medaillenspiegel der
Olympischen Spiele ein.
Die
Handball-Bundesliga
wird oft als die beste Spielklasse der Welt angesehen, die
Herren-Nationalmannschaft wurde 2007 zum dritten Mal Weltmeister.
Beinahe 850.000 Mitglieder gehören rund 4600 Vereinen an (Stand: 2009).
[135] Der Dachverband des deutschen Handballs ist der
Deutsche Handballbund.
Basketball und
Eishockey
werden zunehmend beliebter und nehmen in Bezug auf Zuschauerzahlen und
Medienpräsenz einen höheren Stellenwert ein. Im Basketball ist der
Deutsche
Dirk Nowitzki, der 2007 zum
MVP (wertvollster Spieler) in der nordamerikanischen Profiliga
NBA gewählt wurde und 2011 als erster Deutscher mit den
Dallas Mavericks den NBA-Titel gewann, einer der besten Spieler der Welt.
[136]
Im
Feldhockey
wurde Deutschlands Herrenmannschaft 2002 und 2006 Weltmeister sowie
1972, 1992 und 2008 Olympiasieger. Die Damen wurden 2004 Olympiasieger.
Tennis erlebte in den 1980er- und 1990er-Jahren durch die Erfolge der deutschen Berufssportler
Boris Becker,
Steffi Graf und
Michael Stich eine seitdem nicht wieder erreichte Popularität.
Beim
Motorsport richtet sich das öffentliche Interesse besonders auf die
Formel 1 und die
DTM, wo deutsche Fahrer und Konstrukteure Spitzenerfolge erzielen konnten. Der derzeitige
MercedesGP-Pilot Michael Schumacher ist mit sieben Weltmeistertiteln der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten.
Sebastian Vettel ist der Weltmeister der Rennsaison 2010 und 2011.
Laufsport ist in allen Altersklassen weit verbreitet (Schülerlauf im Saarland)
Die Beliebtheit des Radsports hängt in starkem Maße von den aktuellen Erfolgen deutscher Fahrer ab.
Rudi Altig (in den 1960er-Jahren) und
Jan Ullrich gehörten zu den erfolgreichsten Radsportlern ihrer Zeit. Im
Hallenradsport ist Deutschland die führende Nation gemessen an der Anzahl gewonnener Weltmeistertitel. Mit über 70 % (Stand
WM 2011: 217 von 299) der gewonnenen WM-Titel ist Deutschland – die DDR eingeschlossen – führend in den Disziplinen
Radball und
Kunstradfahren.
Auch im Boxen kann Deutschland auf Erfolge zurückblicken. Herausragende Sportler waren unter anderem
Max Schmeling,
Henry Maske und
Regina Halmich.
Zu den ältesten Sportarten zählt das
Sportschießen. Der
Deutsche Schützenbund hat etwa anderthalb Millionen Mitglieder. Insgesamt gibt es deutschlandweit etwa sechs Millionen Sportschützen.
[137] Große Erfolge konnten deutsche Sportler auch in weiteren Sportarten wie
Fechten,
Reiten,
Ringen,
Rudern,
Kanusport, der
Leichtathletik und im
Schwimmsport erreichen. Im Tischtennis zählt
Timo Boll, im
Golf Martin Kaymer zu den besten Spielern der Welt.
Wintersport hat eine lange Tradition in Deutschland. Im
Bobsport,
Rennrodeln,
Biathlon,
Langlauf und
Eisschnelllauf konnten deutsche Sportler regelmäßig Medaillen bei Welt- und
Europameisterschaften sowie bei den Olympischen Spielen gewinnen. Populäre Wintersportarten sind das
Skispringen, bei dem
Sven Hannawald und
Jens Weißflog Geschichte schreiben konnten, sowie verschiedene
alpine Skisportarten.